Nachsorge der Bruststraffungs-OP
Nach einer Bruststraffungs-OP sollte man nach Möglichkeit möglichst frühzeitig aufstehen. So vermeidet man die Bildung von Blutgerinnseln. Nach einer ambulanten OP ist man aufgrund der eingesetzten Narkotika für eine gewisse Zeit noch nicht in der Lage, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Deshalb sollte man vorher die Rückfahrt organisieren und sich abholen lassen oder gegebenenfalls ein Taxi nehmen. Es ist durchaus normal, dass die Brust in den ersten Tagen nach der OP sehr empfindlich ist. ´
Dazu gehört auch ein Anschwellen des umliegenden Gewebes mit verbundenen Schmerz- und Spannungsgefühlen. Den Schwellungen lässt sich mit kühlenden Umschlägen entgegenwirken, Schmerzen im Wundgebiet lassen sich durch Medikamente lindern. Auch die eventuell auftretende Rötung der behandelten Hautstellen ist kein Grund zur Beunruhigung. Sie verschwindet nach kurzer Zeit von allein. Um den natürlichen Heilungsprozess zusätzlich zu unterstützen, werden manchmal zur Nachsorge spezielle Cremepräparate angeboten.
Die während der OP gelegten Drainagen zum Ablaufen der Wundflüssigkeit werden in der Regel ein bis zwei Tage später wieder entfernt, während die Fäden erst ein bis zwei Wochen nach der Operation gezogen werden. Für die Dauer von drei Wochen bis sechs Wochen raten die Ärzte dazu, einen speziellen BH zu tragen, der die Brust stützt und leicht komprimierend auf das behandelte Gewebe einwirkt.
Der Stütz-BH soll Tag und Nacht getragen werden, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. Wer es einrichten kann, sollte für ein bis zwei Wochen ausspannen. Dazu gehört nicht nur Urlaub von beruflichen Belastungen, auch private Pflichten sollten während dieser Zeit nicht im Vordergrund stehen, damit sich der Körper von der Operation erholen kann und wieder zu Kräften kommt. Körperliche Anstrengungen und vor allem sportliche Betätigung müssen mindestens für die Dauer von sechs Wochen vermieden werden. Wer viel Sport treibt, sollte auf jedem Fall mit seinem Arzt absprechen, ab wann der Körper wieder belastbar ist.
Dabei muss das Training langsam wieder aufgebaut werden. Nach der Bruststraffungs-OP ist zudem die direkte Sonneneinstrahlung der behandelten Areale für ein halbes Jahr zu vermeiden, denn das frische Narbengewebe kann sich permanent braun verfärben. Empfindliche Hauttypen sollten dem Brustbereich eine sonnenfreie Zeit von 12 Monaten einräumen. Lässt sich die Besonnung nicht vermeiden, sollten unbedingt UV-Schutz Präparate mit hohem Lichtschutzfaktor auf die entsprechenden Hautregionen aufgetragen werden.
