Brustvergrösserung im Ausland
Auf den ersten Blick lockt oft der Preis. Lässt man die Brustvergrößerung im durchführen, so kommt man oft für die Hälfte oder noch weniger der hier anfallenden Kosten zum Traumbusen – wenn man die Reisekosten nicht mit einkalkuliert. Der Nachteil bei den im durchgeführten Operationen ist vor allem, dass man oft nicht nachvollziehen kann, von welchem Arzt man sich dort operieren lässt.
Es gibt keine verbindlichen Richtlinien und so kann die Patientin oft nicht in Erfahrung bringen, welche Qualifikationen der operierende Arzt besitzt. Ebenfalls schwer nachzuvollziehen ist, welche Füllmaterialien sich in den Implantaten befinden, die nicht deutschem Standard entsprechen müssen. Besonders in Osteuropa kann es passieren, dass einem ein Implantat mit Silikonöl eingesetzt wird, welches in Deutschland nicht zugelassen ist. Auch die Hygienestandards zwischen ausländischen und einheimischen Kliniken sind meist nicht miteinander zu vergleichen. Jeder, der im Ferienort schon einmal eine Klinik aufsuchen musste, wird das in Erinnerung haben.
Entscheidet sich die Patientin für die Operation im , fällt oft das Beratungsgespräch deutlich anders aus, als in Deutschland. Die mögliche Sprachbarriere kann eine Verständigung schwieriger machen oder die mangelnde Bedenkzeit zu einer voreiligen Operation führen. Ein weiteres Problem ist, dass die Patientin nach der Brustvergrößerung ganz auf sich allein gestellt ist.
Bei Schönheitskorrekturen im Ausland, ist die Nachsorge ist in nicht unbedingt üblich und sollte es zu Folgekomplikationen kommen, so hat die Patientin keine Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Arzt. Sollte es im Härtefall zu gravierenden Komplikationen kommen, die weitere Folgeoperationen nach sich ziehen, so müssen diese Kosten von der Patientin alleine getragen werden. Auch aus eigener Tasche müssen eventuelle Prozesskosten bezahlt werden, falls die Patientin mit dem Operationsergebnis nicht zufrieden ist und es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.
