Vorbereitung auf die Operation
Vor der Operation steht mindestens ein ausführliches Gespräch mit dem operierenden Arzt. Er hört sich die Beweggründe an, die die Patientin zur Brustvergrößerung treiben und lässt sich beschreiben, wie sich die Patientin den späteren Traumbusen vorstellt. Weiter muss geklärt werden, ob die Frau nach der Operation noch Kinder haben möchte.
Durch eine Schwangerschaft verändert sich der Körper – und besonders die Brust - mitunter so stark, dass das Ergebnis der Brustvergrößerung hinterher nicht mehr optimal sein könnte. Auch wenn die Patientin womöglich extrem übergewichtig ist, muss der Chirurg erfragen, ob in nächster Zeit eine Radikaldiät geplant ist, die sich negativ auf den Operationserfolg auswirken könnte. In beiden Fällen wäre es sinnvoll, die Operation erst nach der Schwangerschaft, bzw. der Diät durchzuführen. Sind diese Punkte geklärt, wird der Arzt die Patientin objektiv beraten und mit ihr gemeinsam klären, ob und wie sich der Wunsch in die Realität umsetzen lässt.
Der Arzt wird der Patientin die verschiedenen Brustimplantate zeigen und erläutern, wann welches Implantat zum besseren Erfolg führen wird. Man unterscheidet zwischen runden und tropfenförmigen (oder anatomischen) Implantaten. Bei großen Frauen tendieren die Chirurgen eher dazu, das tropfenförmige Implantat zu nehmen, bei kleineren Frauen wählen sie aus anatomischen Gründen das runde Implantat. Natürlich ist es auch eine Frage, wie groß das gewählte Implantat sein soll.
Davon hängt es später ab, oder die neue Brust sofort als „Kunstprodukt“ erkannt werden soll, oder ob sich die neue Brust harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Viele Frauen sind sich auch nicht darüber schlüssig, welche Füllung sich im Implantat befinden soll. Nicht wenige sind verunsichert durch die „Silikon-Diskussion“. Der Arzt wird der Patientin die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Füllmaterialien erläutern. Heute werden meist Implantate verwendet, die entweder mit Silikon oder Kochsalzlösung gefüllt sind. Nach der Wahl des geeigneten Implantats muss geklärt werden, welche Schnittführung die geeignete ist. Im Rahmen des Beratungsgesprächs muss die Patientin außerdem über die Risiken informiert werden, die nach einer Brustvergrößerung auftreten können. Zusätzlich muss die Patientin auch vom operierenden Arzt oder vom Narkosearzt über die Gefahren der Narkose aufgeklärt werden.
Weiterhin wird vor der Operation manchmal eine Untersuchung der Brust auf Veränderungen des Brustgewebes – auch mittels Ultraschall - durchgeführt. Im Zeitraum direkt vor der Operation sollte möglichst auf Medikamente, Nikotin und Alkohol verzichtet werden. So kann Aspirin die Blutgerinnung beeinträchtigen und auch Nikotin kann die Durchblutung vermindern.
