Harte oder Weiche
Die harte Kontaktlinse sitzt im Vergleich zur weichen nicht direkt auf dem Auge, sondern schwimmt auf dem Tränenfilm. Das hat zur Folge, dass die Ernährung und Sauerstoffversorgung der Hornhautoberfläche viel besser erfolgen kann. Dadurch gibt es etwa bei besonders trockener Luft weitaus weniger Probleme. Dies ist bei den weichen Linsen nicht der Fall. Sie machen das Auge in trockener Umgebung anfälliger für Reizungen und ein unangenehmes Tragegefühl.
Außerdem birgen sie auf Grund des direkten Kontakts mit dem Auge ein höheres Entzündungs- und Infektionspotenzial. Die harte Linse fällt wegen ihrer materiellen Beschaffenheit häufiger aus dem Auge; die Weiche wird kaum verloren. Außerdem passt sie sich, wie der Name schon sagt optimaler an das Auge an. Daher besteht ein geringeres Risiko, dass Fremdkörper unter die Linse rutschen, als bei harten Kontaktlinsen. Wer viel im Büro und vor dem Computer arbeitet, dem wird eine harte Linse besser bekommen.
Wer hingegen viel draußen arbeitet, der sollte auf Grund der Gefahr des Eindringens von Fremdkörpern in das Auge auf eine weiche Kontaktlinse zurückgreifen. Generell gilt zu bedenken, dass die harte Kontaktlinse lange nicht mehr das ist, was der Name vermuten lässt. Durch stete Verbesserung und Optimierung des Materials macht sie kaum noch Probleme beim Einsetzen und regelmäßigen Tragen. Da sie aber sehr teuer ist, sollte man bei unregelmäßigem Tragen, wie etwa ausschließlich zum Sport, auf die weiche Kontaktlinse zurückgreifen. Kontaktlinsen gibt es als harte und weiche Variante.
