Lasik












Lasik ist die Abkürzung für "Laser in situ Keratomileusis" und bedeutet das Abtragen von Hornhautgewebe mittels eines Lasers im Inneren des Auges. Mit weltweit über 50 Millionen Behandlungen ist es die am häufigsten angewandte Methode zur operativen Sehfehlerkorrektur. Seit etwa Mitte der 90er Jahre wendet man sie in Deutschland an.
Das Operationsverfahren dient sowohl der Korrektur von Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit) als auch von Astigmatismen (Hornhautverkrümmungen).

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Im Gegensatz zum Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille, die einen Sehfehler nur vorübergehend korrigieren, handelt es sich bei einer Lasik um einen operativen Eingriff, der durch einen Arzt vorgenommen wird und zu einer dauerhaften Beseitigung des Sehfehlers verhilft und nicht rückgängig gemacht werden kann. Die Entscheidung zu einer Operation sollte daher ausreichend bedacht und die Risiken abgewogen werden.

Um eine Lasik bei sich durchführen zu lassen, muss der Patient das 18. Lebensjahr vollendet haben und die Fehlsichtigkeit über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren stabil gewesen sein. Ferner darf der Patient an keinen Augenerkrankungen wie einem grünen oder grauen Star leiden oder eine Störung der Netzhautdurchblutung haben. Eine weitere Voraussetzung ist eine ausreichende Hornhautdicke, von der genügend Gewebe entfernt werden kann, um den Sehfehler zu beheben. Für Patienten mit einer sehr dünnen Hornhaut gibt es das Verfahren der „Photorefaktiven Keratektonomie“ (PRK).

 

Ob eine Lasik bei einem Patienten durchgeführt werden kann, hängt auch vom Grad seiner Fehlsichtigkeit ab. Die Korrektur bei kurzsichtigen Patienten ist zwischen –1.00 bis –10.00 Dioptrien (Dpt.) möglich, bei weitsichtigen bis etwa +4.00 Dpt. und bei einer Hornhautverkrümmung bis 4.00 Dpt. Liegt die Fehlsichtigkeit außerhalb des genannten Bereichs, gibt es wiederum andere Verfahren, wie zum Beispiel die Implantation einer Intraokularen Kontaktlinse (ICL) oder den Austausch der natürlichen Linse durch eine Kunstlinse. Die Chancen für eine erfolgreiche Lasik sind bei weniger ausgeprägten Sehfehlern in der Regel weitaus größer als bei hoher Dioptrienzahl. Insgesamt erreichen 95 Prozent aller mit Lasik behandelten Augen einen Wert von +/- 0.5 Dpt.