Lasik - Lasek - Verfahren
Viele Menschen müssen zur Verbesserung der Kurz- oder Weitsichtigkeit eine Brille tragen. Eine Brille kann sehr störend sein – für Sportler, im Schwimmbad oder in der Zusammenarbeit mit Kleinkindern, die immer wieder nach der Brille greifen. Auch Alltagssituationen wie Regen oder beschlagene Gläser können einen zur Verzweiflung treiben. Kontaktlinsen stellen für viele auch nach Jahren noch einen Fremdkörper dar und sind keine echte Alternative zur Brille. Für all diejenigen, die auch ohne Sehhilfe wieder gestochen scharf sehen möchten, gibt es das Lasik- oder Lasek-Verfahren.
Lasik-Verfahren
Lasik gehört zu den Verfahren der refraktiven Chirurgie und bedeutet Laser In Situ Keratomileusis. Es handelt sich um einen chirurgischen Eingriff am Auge, der momentan von allen Verfahren am häufigsten angewendet wird. Die Lasik-Methode eignet sich für Kurzsichtige bis -10 Dioptrien, für Weitsichtige bis +3,0 Dioptrien und bei Hornhautverkrümmung bis -4,0 Dioptrien. Nach Messung der Hornhautdicke (in manchen Fällen ist sie für eine Operation zu dünn) werden die Augen bzw. das Auge mit Tropfanästhesie örtlich betäubt. Mit Lidhaltern werden die Augen währen der OP offengehalten und das Auge mit einem Saugring fixiert.
Mittels Präzionsmesser oder Laser (Femto-Lasik) wird dann die oberste Hornhautschicht abgetrennt und weggeklappt. Der Laser schleift die darunter liegende Hornhaut je nach Fehlsichtigkeit ca. 60 Sekunden lang ab. Nach der Behandlung klappt man das Hornhautläppchen wieder über das Auge. Es saugt sich von selber fest und muss nicht angenäht werden.
Lasek-Verfahren
Die Lasek-Methode (Laser Epithelial Keratomileusis) wird dann angewendet, wenn eine sehr dünne Hornhaut, kleine Lidspalten oder kleine Augäpfel vorliegen. Lasek ist eine sanftere Methode für Kurzsichtige bis -6,0 Dioptrien und bei Hornhautverkrümmung bis -3,0 Dioptrien. Die Schritte bis zur Abtrennung der obersten Hornhautschicht sind identisch mit dem Lasik-Verfahren. Die eigentliche Trennung erfolgt dann durch Auftropfen von Alkohol auf die oberste Gewebeschicht, das schmerzunempfindliche Epithel, damit diese sich löst. Wenn es zur Seite gerollt wird, beginnt auch hier der gleiche Vorgang wie beim Lasik-Verfahren: das Abschleifen der Hornhaut mit einem Laser. Am Ende wird das Epithel auf das Auge geklappt und wächst wieder eigenständig an.
