Nachbehandlung einer Nasenoperation
Damit alles wie gewünscht verheilen kann, ist es absolut notwendig, dass die Nase möglichst komplett ruhiggestellt und in Position gehalten wird.
Im Rahmen der postoperativen Abschwellung ist es möglich, dass sich der äußere Verband lockern kann und die Nase nicht mehr ausreichend geschient wird. Er muß daher meistens nach etwa einer Woche gewechselt werden. Da die Nase in dieser Phase noch beweglich ist und die Gefahr einer Verformung besteht, muss dieser Verbandwechsel fachgerecht in einer Klinik durchgeführt werden. Nach etwa zwei Wochen kann der Verband ganz entfernt werden. Gelegentlich ist danach noch ein spezieller Tapeverband für eine weitere Woche sinnvoll, damit die Nase auch bei eventuellen Erschütterungen geschützt ist. Auch das Entfernen des Verbandes sollte daher in einer Klinik erfolgen. Am sinnvollsten ist es, auch während der Nachbehandlung den Operateur zu konsultieren.
Verbandwechsel, Verband- oder Tamponadenentfernung sind nichts, wovor man sich sorgen müsste. Eine schmerzlose Entfernung ist aufgrund der speziellen Materialien und Techniken, die verwendet werden, unkompliziert und schmerzlos. Nach der Tamponadenentfernung trocknet die Nasenschleimhaut leicht aus und verkrustet. Sie muss daher je nach Bedarf mit Ölen, Salben oder anderen Pflegemitteln gepflegt werden. Nicht abfliessendes Sekret wird vom Arzt abgesaugt und der Heilungsverlauf kontrolliert.
Äußerlich ist die Nasen- und Gesichtshaut nach der Verbandentfernung meist leicht gerötet, geschwollen. Daher sollten dem Hauttyp entsprechende Pflegemittel verwendet werden. Das wichtigste ist, dass der Patient sich und der Nase Ruhe gönnt. Auf keinen Fall darf die Nase der Sonne oder dem Solarium ausgesetzt werden. Bei zu hohen Belastungen kann ein Kopfschmerz austreten, der einem Druckgefühl ähnelt. Bis die Nase nach der Operation komplett abgeheilt und der endgültige Zustand erreicht ist, vergehen viele Monate. Es kann ein Jahr oder mehr Zeit vergehen, bis die Nase komplett ausgeheilt ist. In dieser Zeit sind vor allem Geduld und bedarfsgerechte gute Pflege gefragt.
Unmittelbar nach der Operation kann ein wenig Sekret in den Rachen ablaufen. Stärkere Schmerzen treten normalerweise nicht auf. Im Gesicht, insbesondere am lockeren Gewebe der Augenlider, können in unterschiedlichem Ausmaß Schwellungen oder Blutergüsse auftreten, die meist in den ersten zwei bis drei Wochen weitestgehend zurückgehen.
Nach drei Wochen, oft auch früher, ist man wieder "gesellschaftsfähig". Für das bestmögliche Ergebnis, ist die Nachbehandlung und das Verhalten ebenso wichtig, wie die Operation selbst. Daher ist es ratsam, dass sich der Patient an folgende Anweisungen hält:
Der Verband und eventuelle Tamponaden müssen unbedingt so belassen und nichts selbständig geändert werden.
Es gilt: "Hände weg von der operierten Nase!"
Am OP-Tag ist die Bettruhe einzuhalten, wobei Toilettengänge wegen eventuell auftretender Kreislaufprobleme in Begleitung des Pflegepersonals möglich sind.
Konsequente Kühlung in den ersten Tagen ist wichtig, um die postoperativen Schwellungen in Grenzen zu halten.
Schmerzmedikamente werden selten benötigt - wenn der Patient welche benötigt, dann sind diese nur nach ärztlicher Anweisung einzunehmen.
Auf keinen Fall dürfen Aspirin oder andere blutgerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden.
Weitere wichtige Regeln sind: ausreichend und regelmäßig trinken (stilles Wasser, Tee), der Verband muss trocken und fest sitzend bleiben, Gesichtsbewegungen vermeiden, das heißt so wenig wie möglich sprechen, nicht lachen, Kussverbot, Schneuzverbot, Nießen mit offenem Mund, starkes Kauen vermeiden, die oberen Zähne nur von hinten und mit größter Vorsicht putzen, jegliche Stöße gegen die Nase vermeiden, Rauchverbot, Alkoholverbot.
In der ersten postoperativen Woche darf nicht geduscht oder die Haare gewaschen werden. Nach der Tamponadenentfernung die innere Nase nach Anweisung regelmäßig mit Nasenöl, Nasenspray oder Nasensalben pflegen.
Weiterhin darf der Patient zwei Monate nach der Operation keine Brille oder Sonnenbrille tragen, statt dessen beispielsweise Kontaktlinsen verwenden. Danach sollte man nur sehr leichte Brille tragen. Keine schwere körperliche Belastung, kein Sport. Keine direkte Sonneneinstrahlung auf Nase und Gesicht, kein Solarium, keine Sauna, kein Urlaub mit Sonnenbaden.
Die vereinbarten Nachbehandlungs- und Nachuntersuchungstermine sollte der Patient unbedingt einhalten, auch wenn er der Meinung ist, dass alles in Ordnung ist.
Der Heilungsprozess ist in der Regel nach 10-14 Tagen gegeben. Bis zu einem Jahr kann es benötigen bis man das Operationsergebnis vollständig beurteilen kann.
